
Petition an den Regierungsrat und an den Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt
Aufgrund fehlender Infrastruktur und mangelnder Rahmenbedingungen steht der Konzertbetrieb im Volkshaus Basel vor dem Aus. Dort hat der von der Kaserne Basel entlassene Booker Heinz Darr zwischenzeitlich erfolgreich ein nicht subventioniertes, von Publikum und Kritik sehr geschätztes Programm veranstaltet. Entgegen dem klaren Auftrag in den Programmrichtlinien der Kaserne Basel finden auch in der Reithalle kaum noch Popkonzerte statt und trotz Subventionserhöhungen wurde von den Verantwortlichen bis heute leider keine schlüssige Strategie aufgezeigt, wie sie das in Zukunft ändern wollen.
Damit fehlt in Basel ein Konzertraum für 1000 bis 1500 Besucher/-innen, wo namhafte nationale und internationale Popbands programmiert werden können. Basel wendet zwar viele finanzielle Mittel für Kultur auf, die drittgrösste Stadt der Schweiz vernachlässigt jedoch die Infrastruktur und die Rahmenbedingungen für die Popmusik. Dies ist für eine Kulturmetropole wie Basel ein nicht akzeptabler Zustand, insbesondere im Vergleich mit Städten wie Bern (Bierhübeli), Fribourg (Fri-Son), Strasbourg (La Laiterie) oder Zürich (Maag Music Hall, X-TRA), die über entsprechende Konzerträume verfügen.
Leider zeigen die politischen und kulturellen Entscheidungsträger des Kantons Basel-Stadt bisher kein Interesse, sich dieser unbefriedigenden Situation anzunehmen.
Wir verlangen deshalb vom Regierungsrat und vom Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt einen Konzertraum für 1000 bis 1500 Besucher/-innen in Basel-Stadt, der über eine zeitgemässe bauliche und technische Infrastruktur verfügt und den internationalen Qualitätsstandards entspricht. Dieser Konzertraum muss die notwendigen Rahmenbedingungen für private und staatlich unterstützte Veranstalter/-innen, Künstler/-innen, Publikum und Anrainer erfüllen und durchgehend für kommerzielle und nichtkommerzielle Popkonzerte genutzt werden können.